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Jugend tauschte sich im Schacherhof zu Klimaschutz aus

#ActNow war das Motto am Freitag, 21. Jänner, im Jugendhaus Schacherhof, wo sich junge Menschen aus der Region einen Abend lang mit Klimaschutz und den verschiedenen Handlungsmöglichkeiten beschäftigten.

Debora Zöchling, Florentina Fehringer und Raphael Kößl vom Jugendhaus gestalteten den Abend im Zeichen des Klimaschutzes. „Die Klimakrise verschärft sich jeden Tag, die Auswirkungen davon spüren wir sogar jetzt schon. Die Aussagen der Wissenschaftler*innen sind leider glasklar: Wir haben nur noch wenige Jahre, um die Emissionen gegen Null zu reduzieren. Die Auswirkungen durch die Klimaerhitzung werden selbst dann, wenn es uns gelingt, das 1,5 °C-Ziel zu erreichen, heftig. Bei einer darüberhinausgehenden Erhitzung drohen unvorstellbare Extremereignisse, die die Lebensqualität und den Frieden massiv gefährden werden“, so die Organisator*innen.

Bei #ActNow schauten die Jugendlichen zuerst auf die individuellen Möglichkeiten im Klimaschutz. Nicht mehr zu fliegen, einen zusätzlichen veganen Tag pro Woche einzulegen oder mit dem Klimaticket und nicht mit dem Auto mobil zu sein, waren einige der Handlungsvorsätze. Bei einem Austauschcafé motivierten sie sich gegenseitig, ein breitgefächertes Leseangebot sorgte für Inspirationen, thematische Postkarten lagen bereit, um über die eigene Blase hinauszuwirken.

„Es ist aber wichtig, nicht auf der persönlichen Ebene zu verharren – wir dürfen uns die Verantwortung für die Bewältigung der Klimakrise nicht ausschließlich auf die persönliche Ebene zuschanzen lassen!“, leitete Debora Zöchling auf die größere, politische Ebene über.

Im Plenum wurden Initiativen aus der Region, die sich schon für klimafreundlicheres Leben einsetzen, gesammelt und vorgestellt. Egal ob 2nd-Läden, die Radlobby, neue Mobilitätskonzepte wie das EMIL oder Lebensmittel-Initiativen wie Plattformen zum Retten von Lebensmitteln oder die regionalen Selbstbedienungsläden – die Möglichkeiten zum Mitmachen und sich engagieren sind vielfältig.

Bundesweite pressure groups für mehr Klimaschutz wie fridaysforfuture, Extinction Rebellion und System Change Not Climate Change wurden zum Abschluss vorgestellt und diskutiert. Auch auf regionale Gruppen wie die „Waidhofner Klimaproteste“ wurde verwiesen.

„Egal wie sehr wir uns im privaten Bereich anstrengen – ohne rasche und wirksame Veränderungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kann das 1,5 °C-Ziel nicht eingehalten werden. Politiker*innen aller Parteien sind deshalb genauso wie Verantwortungsträger*innen in anderen gesellschaftlichen Feldern aufgefordert, konsequent und mutig zu handeln. Wir jungen Menschen sind darauf angewiesen!“, formulierte Organisator Raphael Kößl einen Appell über die Veranstaltung hinaus.