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„Die Da!? Mensch ist jedeR“ – Message begeisterte 1.500 ZuseherInnen

Schacherhof-Musikprojekt

111. So viele Tage lagen zwischen dem Chorstart am 1. Dezember des letzten Jahres und der für 22. März ausverkauften Premiere des Schacherhof-Musicals „Die Da!? Mensch ist jedeR“ im Pfarrzentrum Amstetten St. Marien. Die Zeit war reif, der Megachor brannte darauf, die lange geprobten Chorstücke dem Publikum zu präsentieren.

Chormitglieder verbindet mehr als die Begeisterung zur Musik
Durch „DIE-DA“-Buttons und Freundschaftsarmbänder, die man sich gegenseitig anlegte, wurde das ohnehin schon intensive Band zueinander kurz vor dem Auftritt noch einmal zusätzlich gestärkt. „Bei den Schacherhof-Musikprojekten zählt nicht nur die Arbeit an den Chorstücken,“ betont Jugendhausleiter Michael Burghofer. „Wir bestehen darauf, gemeinsam drei Probenwochenenden im Schacherhof zu verbringen. Bei diesen Wochenenden lernen sich die Sänger/innen besonders gut kennen und es bleibt Zeit für Spaß, Gemütlichkeit und Ausgelassenheit. Das schweißt einfach zusammen.“

Chor begeisterte in Amstetten, Waidhofen und HaagSolistin Julia Schachinger
Nachdem das gelb-orange-rote Menschenmeer in die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche eingezogen war, wurde diese mit herzergreifenden Klängen und überzeugendem Schauspiel überflutet. Ähnliches spielte sich eine Woche später in den Räumen des Plenkersaales Waidhofen und in der Mostviertelhalle Haag ab. Insgesamt erreichten die 80 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Megachor ehrenamtlich engagiert waren, mit den Auftritten die Herzen von über 1500 Zuseher/innen.

Tschetschenische Migrantin „Asmina“ wirft viele Fragen auf
Die 14jährige Iman M. aus Waidhofen/Ybbs erzählt im Stück ihre Geschichte. Als tschetschenische Migrantin namens Asmina stößt sie in der neuen Schulklasse anfangs nur auf wenig Gegenliebe. Auch die populäre Klassensprecherin Tanja ist nicht eben begeistert, dass sie gemeinsam mit „der Neuen“ einen Text für das Schulkonzert schreiben soll. Sarah Resch aus Böhlerwerk und Teresa Reitbauer aus Amstetten nutzten all ihre Energie und zogen in der Rolle von Tanja die Gäste in ihren Bann. Die Abschlussworte Asminas rüttelten so manchen auf: „Wenn ich als Mitglied, als Schulkollegin und nicht als „Die da“ betrachtet werde, dann brauche ich keine Unterstützung, egal wo ich bin. Wenn wir alle bereit sind, in einer Gemeinschaft zu leben, wenn das Fremde und Unbekannte von beiden Seiten ohne Vorurteile angenommen wird, dann ist das Integration. Erst dann wird sich etwas ändern.“

Beeindruckend, bewegend, aufrüttelnd, begeisterndDas Vorbereitungsteam mit den zwei Hauptdarstellerinnen.
Hinter dem Projekt stecken 9000 Stunden ehrenamtliches Engagement eines jungen Teams, das für das Projekt brennt. Dass sich die intensive Arbeit gelohnt hat, zeigte sich an den vielen begeisterten Rückmeldungen der Gäste. Begeistert, beeindruckt und zutiefst berührt bedankte sich das Publikum nach den Aufführungen mit tosendem Applaus und vielen persönlichen Rückmeldungen für das wirklich gelungene Projekt.