Bereich Kinder und Jugend der Pastoralen Dienste
 
 

Lasst uns froh und munter sein

… und uns recht von Herzen freu’n

Der hl. Nikolaus wird bald von Haus zu Haus ziehen, um Familien zu besuchen, oder an öffentlichen Plätzen, wie Christkindlmärkten und Kaufhäusern gesichtet werden. Der hl. Nikolaus (er war im 4. Jhdt. Bischof von Myra) ist einer der wenigen Heiligen, der heute in seiner Kleidung gegenwärtig wird. Sein Besuch wird herbeigesehnt. Ein Grund dafür sind die Geschenke und mit wachsendem Alter die Frage, wer unter dem Bischofsgewand steckt. Doch liegt die Spannung auch wesentlich in der Bedeutung seiner Figur.

Seine Froh-Botschaft
Der hl. Nikolaus ist Schutzpatron der Kaufleute, Seefahrer und der Kinder. Aus seiner Rolle als Wohltäter der Kinder leitet sich unser Brauchtum ab. Bei seinem Auftreten nimmt er ganz bewusst die Kinder und ihre Familien in den Blick. Er bringt ihnen Wertschätzung entgegen und spricht ihnen Mut zu. Der/die NikolausdarstellerIn bringt zum Ausdruck, wie sehr Bischof Nikolaus die Kleinen, Schutz- und Hilflosen in sein Herz geschlossen hat. Die Freude über die segensreiche Botschaft, dieses unbedingte Ja zu jedem Menschen, soll das Hauptmotiv für die Organisation und Durchführung einer Nikolausaktion/
-feier sein.

Der Nikolaus hängt seinen Job als Erziehungshelfer an den Nagel.
Wenn Glückseligkeit und atmosphärische Wärme nach einem Nikolausbesuch nachklingen sollen, sind Durchführende gefordert, ihre Haltungen in den Blick zu nehmen: Wie können wir Kindern Würde schenken? Wie können sie ihr Vertrauen in das Leben weiter entwickeln? Welche Art der Beziehungsgestaltung gibt Kindern das Gefühl von Einzigartigkeit?
Nach der Beantwortung dieser Fragen hat weder das Auftreten des Krampus noch die Verkündigung von Sündenregistern einen Platz. Drohungen haben viele Generationen erfahren, z.B. dass sie vom Nikolaus in den Sack gesteckt und mitgenommen werden oder der Krampus sie mit der Rute schlägt. Auch würden die Geschenke ausbleiben, wenn sich das Verhalten nicht maßgeblich verbessere. Scherzhaft war das nie gemeint und geschadet haben diese machtvollen Worte in jedem Fall.
Solche Erziehungsmaßnahmen machen Angst und können psychische Belastungen verursachen: z.B. Schlaflosigkeit und Angst vor dem Dunkeln.
Diese Grenzverletzungen schwächen entscheidend die Beziehung der Kinder zu ihren wichtigsten Vertrauenspersonen.

Aktionsvorbereitung
Über die Bedeutung des hl. Nikolaus, den Ablauf inkl. Feierelemente wird in einem Elternbrief, z.B. gemeinsam mit dem Anmeldeformular für den Hausbesuch, informiert.
Es gibt Hinweise zur einstimmenden Vorbereitung und Ideen für die Gestaltung (z.B. Nikolauslegenden: Kornvermehrung, Stillung des Seesturms, drei goldene Säckchen, Lieder, Gebete, Anzünden der Kerzen am Adventkranz).
Sie begründen die Bitte, nur positive Eigenschaften über die Kinder im Vorfeld vorzubereiten (so kommt der Nikolaus mit den Kindern schnell ins Gespräch).
Sie stellen Zutaten für ein Nikolaussackerl vor.
NikolausdarstellerInnen nehmen die hilfreichen Tipps für die gelingende Kontaktaufnahme in den Blick: z.B. in Augenhöhe mit den Kindern kommunizieren, sie fragen, was sie vom hl. Nikolaus wissen, An- und Ausziehen des Bischofskleids vor den Kindern.

Gelungen ist eine Nikolausfeier dann, wenn Nikoläuse in die strahlenden Augen der Kinder schauen und wissen, dass die heilbringende Botschaft angekommen ist.

Constanze Schilling

Nikolausschulung
Mo. 19. November, 18–21 Uhr
Pfarre St. Pölten-Viehofen
Anmeldung: 02742/324-3354,

Nikolaus-Schokolade
Die fair gehandelte Nikolaus-Schokolade von SEI SO FREI unterstützt Familien in Peru. Spende: € 1,–
Bestellungen: KMB St. Pölten, 02742/324-3376,